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Elïna Garanča seine phänomenale Virtuosität in der Interpretation von Melodien « Misero me… Misero pargoletto ! » de Mozart.

Posted in Magouille by Dietrich13 on 30 septembre 2020

Elïna Garanča seine phänomenale Virtuosität in der Interpretation von Melodien « Misero me… Misero pargoletto ! » de Mozart.

Konzert 2005 in der Camerata in Salzburg, des österreichischen Kammerorchester, im Saal Morzarteum unter der Leitung des Dirigenten Louis Langrée. Album ELINA GARANČA MOZART OPERAS & CONCERTS ARIAS. ERATO.

«Misero me… Misero pargoletto!»

(Unglücklich, wie ich bin… Armer Kleiner, du kennst dein Schicksal nicht!), ist das faszinierende melodramatische Rezitativ, gefolgt von einer ergreifenden Arie von Prinz Timante, komponiert von Mozart aus dem Buch von Metastase (1698 – 1782) der italienischen Oper, die schnell in Vergessenheit geraten ist, „Demophone“, von drei Aufzügen, komponiert jeder von drei wenig bekannten Autoren

Von Demofoonte, König von Thrakien (antikes Griechenland), Thronfolger Timante hat sich heimlich verheiratet mit Dircea, bekannt als die Tochter des Ministers; eine Jungfrau, die nachdem zum jährlichen Opfer der Götter bestimmt ist.

Von diesem Akt, in der Verwicklung der Geheimnisse der Alkoven und Intrigen des Palastes, wird Prinz Timante durch den Brief von Dircea Mutter offenbart, dass er verflucht ist von der Sünde des Inzests, denn seine Frau Dircea wäre in Wahrheit seine Schwester, die verborgene Tochter des Königs, seines Vaters.

Komponiert von Mozart für Sopran Koloratur, die  Bestürzung der verhängnisvollen Offenbarung, die dramatischen Ausrufe, die tragischen Klagen des Prinzen Timante, die melodischen Phrasen fragmentiert durch musikalische Orchesterabstände, die emotionalen Ausdrücke mehr und mehr frenetisch mit verschiedene Klang und Tempo Intensitäten sind wunderbar interpretiert von der göttlichen Stimme einer seidigen Zärtlichkeit der phänomenalen Mezzosopranistin Elïna Garanča.

Dans le récitatif du prince Timante, c’est avec un extraordinaire brio, la merveilleuse diva Elina Garança projette hors de sa gorge par sa sublime voix le désarroi de Timante. Im dem Rezitativ des Prinzen Timante, das ist mit einer außerordentlicher Brillanz, wie die wunderbare Diva Elina Garanča aus ihrer Kehle durch ihre sublime Stimme die Verwirrung von Timante projiziert.

In seinen Vokalisen des zerstückelten Rezitativs, der hervorgehobenen Ausrufe der Revolte gegen die Grausamkeit des Schicksals, bald gescannt, bald ausgedehnt, im langsamen Tempo der Verzweiflung oder beschleunigten der höchsten Aufregung, die göttliche Elina Garanča zeichnet sich aus durch ihre beeindruckende Virtuosität, unterstützt von der polyphonen Begleitung des Orchesters,  mit Evokationen und ausdrucksstarken Zwischentönen der emotionalen Erschütterungen und Mäßigungen, auf den intensivierenden Rhythmus der geschmeidigen Akkorde der tiefen Klänge der Cello und Kontrabass.

‑ Misero me! |~ ~ ~|

‑ Unglücklich wie ich bin! |~ ~ ~|

‑ Qual gelido torrente mi mina sul cor! |~ ~ ~|

‑ Was für ein Wildbach  ergießt sich auf mein Herz ! |~ ~ ~|

‑ Qual nero aspetto prende la sorte mia! |~ ~ ~|

‑ Was für eine düstere Wendung nimmt mein Schicksal ! |~ ~ ~|

‑ Tante sventure comprendo al fin. |~ ~ ~|

‑  Ich verstehe endlich all mein Unglück. |~ ~ ~­|

‑ Perseguitava il cielo un vietato imeneo. |~ ~ ~|

‑ Der Himmel verfolgte eine verbotene Hymne. |~ ~ ~|

(Hymne: Gottheit, die über Hochzeiten herrscht).

‑ Le chiome in fronte mi sento sollevar. |~ ~ ~|

‑ Ich spüre, meine Haare auf meiner Stirn zu Berge stehen. |~ ~ ~­|

‑ Suocero, e padre m’è dunque il re? |~ ~ ~|

‑ Der König ist zugleich mein Stiefvater als auch mein Vater? |~ ~ ~|

‑ Figlio, e nipote Olinto? |~ ~ ~|

‑ Olinto, mein Sohn und mein Neffe? |~ ~ ~|

‑ Dircea moglie, e germana? |~ ~ ~|

‑ Dircea, meine Frau und meine Schwester? |~ ~ ~|

‑ Ah qual funesta confusion d’opposti nomi è questa! |~ ~ ~|

‑ Ah, was für eine verhängnisvolle Verwechslung, diese widerrechtlichen Namen! |~ ~ ~|

‑ Fuggi, fuggi Timante: |~ ~ ~|

‑ Fliehe in die Ferne, Timante! |~ ~ ~|

‑ agli occhi altrui non esporti mai più. |~ ~ ~|

‑ Setze dich nie wieder anderen Augen aus. |~ ~ ~|

‑ Ciascuno a dito ti mostrerà. |~ ~ ~|

‑ Alle werden dich mit dem Finger zeigen. |~ ~ ~|

‑ Del genitor cadente tu sarai la vergogna: |~ ~ ~|

‑ Du wirst die Schande deines alter werdendes Vaters |~ ~ ~|

‑ e quanto, oh Dio, si parlerà di te! |~ ~ ~|

‑ Und wie viel wird man von dir reden, oh Gott! |~ ~ ~|

‑ Tracia infelice, ecco l’Edipo tuo. |~ ~ ~|

‑ Thrace unglücklicher, hier ist dein Ödipus. |~ ~ ~|

‑ D’Argo, e di Tebe le furie in me tu rinnovar vedrai. |~ ~ ~|

‑ Die  Furien von Argos und Thebe, du wirst sehen sie in mir wiederbeleben. |~ ~ ~|

(Furien: drei Gottheiten der höllischen Welt, beauftragt über die Verbrecher die göttliche Rache durchzuführen).

‑ Ah non t’avessi mai conosciuta, Dircea! |~ ~ ~|

‑ Oh, Dircea, wenn ich dich nie gekannt hätte! |~ ~ ~|

‑ Moti del sangue eran quei ch’io credevo violenze d’amor. |~ ~ ~|

‑ Der Drang des Blutes erschien mir das Ungestüm der Liebe zu sein. |~ ~ ~|

‑ Che infausto giorno fu quel che pria ti vidi! |~ ~ ~|

‑ Trauriger Tag, dieser an dem ich dich traf! |~ ~ ~|

‑ I nostri affetti che orribili memorie saran per noi! |~ ~ ~|

‑ Was für eine schreckliche Erinnerung wird für uns unsere Liebe sein! |~ ~ ~|

‑ Che mostruoso oggetto a me stesso io divengo! |~ ~ ~|

 ‑ Was für eine entsetzliche Erinnerung wird das für uns unsere Liebe sein! |~ ~ ~|

‑ Odio la luce; |~ ~ ~|

‑ Ich hasse das Licht ; |~ ~ ~| 

‑ ogni aura mi spaventa; |~ ~ ~|

‑ alle Brüche machen mir Angst;

‑ al piè tremante parmi che manchi il suol; |~ ~ ~|

‑Mein wankenden Fuß scheint mir zu versagen. |~ ~ ~|

‑ strider mi sento cento folgori intorno; |~ ~ ~|

Ich höre hunderte Blitze um mich herum;|~ ~ ~|

‑ e leggo, |~ ~ ~|

‑ Und ich lese, |~ ~ ~|

‑  oh Dio, |~ ~ ~|

‑ Oh Gott.! |~ ~ ~|

‑ scolpito in ogni sasso il fallo mio. |~ ~ ~ ~ ~ ~

‑  eingeschrieben in jedem Stein, meine Schuld. |~ ~ ~~ ~ Traduction en Français. 

  •          *            *

Die ergreifende Arie der Tragödie des Prinzen Timante, durch die Wiederholung der Phrasen und musikalischen Verben im Refrain, ist langsam präludiert von den wellenförmigen Bewegungen des Orchesters und den sich bewegenden Taktmaßen der Violinen einer unendlich pathetischen Polyphonie und von einer sehr großer Schönheit. Diese gesungenen Passagen von der mittleren bis zur hohen Tonleiter, komponiert von Mozart für die Koloratursopran Stimme, sind mit großer Leichtigkeit und einer atemberaubenden Natürlichkeit von der phänomenalen Mezzo-Sopran Elina Garanča gesungen.

Mit dem Modulieren ihrer Kopfstimme (Falsetto) die Göttin des Bel Canto erzeugt Wellen von Klangfüllen der wunderbaren Erregungen, bis auf die hinreißende lyrische Explosionen. Seine vibrierenden Wellen erheben sich in die extremen Höhen seines Registers, sind ausgestoßen crescendo mit Rouladen der Noten zu den Triller in der Tonalität des herzzerreißenden Geschrei. Seine sublimen, vibrierenden lyrischen Atemzüge, zittern in subtilen Variationen der Emotionen mit ergreifenden Harmonien.

Mit Verdoppelung der Saiten und Blechblasinstrumenten, als eine wunderbare, vollendete Virtuosin, die Diva wechselt mit Nachdruck in der harmonischen Vokalisierung des Piano und des Forte, der abgesetzten Noten und gebundenen Noten, in allen Raffinationen der Wellenbewegungen. Im verlangsamten oder beschleunigten Tempo, die Verben in melodischen Linien sind wunderschön betont durch die seidige, gerührte und bewegende Klangfarbe der wunderbaren, einnehmenden und deutlichen Stimme der so göttlichen Opernsängerin Elina Garanča.  Eine unvergessliche, meisterhafte Darstellung des Gesangs von seiner polierten, fabelhaft ausgedehnten und virtuosen Stimme.

Diese fantastische lettische Diva imitiert mit einer bewundernswerten dramatischen Emphase alle Stadien der moralischen Verwirrungen des Prinzen Timante, besessen als Überdrehter von den absurden, morbiden Unsinnes der Mystik und des Geistlichen, irrationale Früchte des unausrottbaren Aberglauben der seit Menschengedenken die Zivilisationen in ihrer Existenz bedrohen, hören nicht auf die Menschheit ständig zu Verwüsten.

Seine ergreifenden Vokalisen der Nachtigall des musikalischen Paradieses dehnen sich in langen, tonalen Anhaltungen der Bestürzung aus, verlängern sich in den höchsten Tönen durch flüssige Wellenbewegungen von einer seidigen Feinheit, die die Herzen zerreißen. Auf kräftigen Akkorde der Saiteninstrumente, alle Figuren des Ausdrucks der moralischen Not sind reflektiert von der faschistischen Melodie, die von ihrer erhöhten Stimme bis zum Gipfel der Vollkommenheit gesungen ist: von der Niedergeschlagenheit bis zu einem Höhepunkt der Angst, nahe dem Wahnsinn.

Als phänomenaler Virtuosin, die göttliche Elina Garanča im Rhythmus der Akkorde der Cello und Kontrabässe, auf der ganzen Breite der bewegenden tonalen Linie,  projiziert von ihrer märchenhaften Stimme, Vokalisen zu den wunderbaren Resonanzen: in gebundenen Passagen oder perlförmigen Linien, von den kraftvollen artikulierten Phrasen der betonten oder gedämpften Klängen. Verstärkt durch den Schwung der Geigen und die harmonischen Stöße der Blasinstrumente, die bezaubernde Diva,  projiziert mit einer beeindruckender Bestimmtheit aus ihrer Kehle die Varietäten der melodischen Kurven und Betonungen einer zitternden Empfindlichkeit, die den erschütterten Seelenzustand des Prinzen Timante hervorheben, bedroht von der göttlichen Rache und dem Schmach seiner besessenen Umgebung der einfältigsten, hergebrachten Ideen der Irrsinnigen an die Kette zu legen.

‑ Misero pargoletto, il tuo destin non sai. ‑ Ah, non gli dite mai, ‑ Ah, non gli dite mai  qual era il genitor… |~ ~ ~| ‑ Misero pargoletto, il tuo destin non sai. ‑ Ah, non gli dite mai  qual era il genitor…

‑ Armer Kleiner, du kennst dein Schicksal nicht. Ah! Sag ihm nie, wer dein Vater war. |~ ~ ~|   Armer Kleiner, du kennst dein Schicksal nicht.  Armer Kleiner, du kennst dein Schicksal nicht

‑ Come in un punto, oh Dio, ¡tutto cambiò d’aspetto! Voi foste il mio diletto, voi siete il mio terror. ‑ Come in un punto, oh Dio… il mio terror, il mio terror…

– Oh Gott, wie sich alles plötzlich verändert hat! Euere Flöten mein Glück, Ihr sind mein Schrecken…

– Misero pargoletto, il tuo destin non sai, non sai… ‑ qual era il genitor, qual era il genitor

– Armer Kleiner, du kennst dein Schicksal nicht… du kennst dein Schicksal nicht… du kennst dein Schicksal nicht.

In den letzten Taktmaßen, ihre Stimme gespannt von Erschütterung, nachdem sie die Spitze der dramatische Erschütterungen gewonnen hat in diesen herrlichen, sehr beeindruckbaren mozartischen Melodien die emotionale Spannung in der pathetischen Tragödie des Verlassen seins nimmt ab: ‑ qual era il genitor, (du kennst dein Schicksal nicht).  

*           *              *

02/06/2018. Erfreut von der köstlichen Raffinierung der Vokalen Streichelungen von Elina Garanča, von seinem schicksalhafter, rettender Fee, von seinem Schutzengels, Peter sein unendlich dankbaren Prosakavalier. http://dietrich13.com

 [Im folgenden Akt des glücklichen Endes der Inszenierung der in Vergessenheit gefallenen Opera, durch einen Brief seiner Mutter an den Thronfolger Timante, ist offenbart, dass er nicht der Sohn des Königs ist, sondern der von seinem Minister, so dass seine Ehe mit seiner großen Liebe Dircea den Gesetzen entspricht. Zur Freude der Götter der Erde, das Menschenopfer seiner Jungfrau ist unnütz geworden].

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